Dr. Rüdiger Koch, Gerhard Mette, Bernd Müller und Dr. Karl-Heinz Daehre (v.l.) bei der offiziellen Schlüsselübergabe des Circuswagens.
Foto: Sichting

27.07.10: Zwei neue Exponate in Empfang genommen

Meilenstein für Magdeburger Circusmuseum

Das Magdeburger Circusmuseum hat zwei neue Attraktionen. Gerhard Mette, seit jeher dem Circusfieber verfallen und Initiator des Mitte 2008 eröffneten Museums, bezeichnete die beiden neuen Exponate als „Meilensteine für die stetig wachsende Ausstellung“.

Es war wahrlich ein Spektakel, als der knatternde Traktor „Famulus 40“, Baujahr 1964, mit dem 60 Jahre alten Circusanhänger im Schlepptau auf das Gelände in Buckau einbog. Spender Gerhard Bertram ließ es sich nicht nehmen, das Fahrzeug persönlich an seinen neuen Bestimmungsort zu fahren.

Die Gäste, darunter Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch, Bernd Müller, Geschäftsführer der Arge Magdeburg, Reinhard Kuhne, Chef der GISE und Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre waren hellauf begeistert von den beiden neuen alten Exponaten.

Als auf halbem Weg zum endgültigen Standort des Wagens auf dem Museumsgelände in der Karl-Schmidt-Straße 13a plötzlich die Kopfdichtung des Traktors platzte, wurde der Wagen kurzerhand auf Anweisung von Gerhard Bertram von den anwesenden Gästen an seinen endgültigen Bestimmungsort geschoben.

„Der Wagen ist ein echtes Schmuckstück geworden“, staunte Gerhard Mette über den liebevoll restaurierten Circuswagen aus dem Jahr 1950. In monatelanger Kleinarbeit wurden Traktor und Circuswagen durch die „GISE“ restauriert. Der Spender des Wagens, Roland Kähne, stellvertretender Direktor des Konservatoriums, hatte den Circuswagen Jahrzehnte lang in seinem Garten geparkt und als Gartenlaube genutzt.

In seiner anschließenden Dankensrede würdigte Mette die Zirkustradition der Stadt und wies auf den Schriftzug „Blumenfeld“, der auf die jüdische Zirkusfamilie aus den 50er-Jahren in Magdeburg Bezug nimmt, hin. Dr. Rüdiger Koch bezeichnete das gesamte Museum als „Bereicherung der Stadt“ und hob den Stadtteil Buckau als „den Bereich in der Stadt“ heraus, „in dem es sehr viele kulturelle Einrichtungen gibt“. Verkehrsminister Dr. Daehre: „Das Circusmuseum ist ein Alleinstellungsmerkmal, das Magdeburg besitzt. Wir leben in einer Medienlandschaft. Diese (Circus-)Tradition beizubehalten ist bemerkenswert. Man muss der Nachwelt zeigen, wie es einmal war und, dass die Welt nicht nur mit Knöpfen zu bedienen ist. Eine bessere Werbung gibt es für die Stadt nicht.“

Übrigens: In den kommenden Monaten wir das Magdeburger Circusmuseum die historischen Bestände des Circusmuseums Preetz übernehmen und dadurch zu Deutschlands größtem Circusmusem aufsteigen.

MS

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